Das gemeinsame Feld
Ausgangspunkt dieser Mindmap waren Gespräche mit Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern. Wir wollten wissen, was sie antreibt: Warum forschen sie? Was weckt ihre Neugier? Und was bewegt einen Menschen dazu, Wissenschaft zum eigenen Lebensweg zu machen?
Diesen Antworten stellten wir unsere eigenen Erfahrungen als Künstler gegenüber. Was treibt uns an? Warum arbeiten wir künstlerisch? Was suchen wir im Bild, im Material, im Prozess?
Aus den Gesprächen lösten wir zentrale Begriffe und Gedanken heraus. Wir ordneten sie, stellten Beziehungen her und ließen nach und nach ein Geflecht entstehen. Dabei ging es weniger darum, Kunst und Wissenschaft voneinander abzugrenzen, als darum, ihre Verbindungen sichtbar zu machen.
Wir arbeiteten so lange an diesem Geflecht, bis nur noch wenige Begriffe ohne Beziehung zu anderen im Raum standen. Besonders interessant wurden jene Begriffe, die sich weder eindeutig der Wissenschaft noch der Kunst zuordnen ließen. Manche – wie etwa Ästhetik – entwickelten sogar ein eigenes Beziehungsfeld.
Gerade hier zeigte sich eine überraschend große gemeinsame Fläche: Neugier, Erkenntnisdrang, Vorstellungskraft, Experiment, Zweifel, Beobachtung und die Suche nach Zusammenhängen gehören offenbar nicht ausschließlich zur Kunst oder zur Wissenschaft.
Vielleicht unterscheiden sich ihre Methoden und ihre Ergebnisse. Ihr Ausgangspunkt aber ist oft erstaunlich ähnlich: der Wunsch, etwas zu entdecken, zu verstehen und sichtbar zu machen, was vorher noch nicht sichtbar war.
